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Eingang Winser Museumshof

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Winsen (Aller): Museumshof

Brauckmanns Kerkstieg
29308 Winsen (Aller)

Telefon

Informationen 05143 / 8140

Telefax

Informationen 05143 / 912890

E-Mail

info@winser-heimatverein.de

Öffnungszeiten

Ostersonntag bis Ende Oktober, Sonn- und Feiertags 11:00 bis 18:00 Uhr
Mi. und Sa. 15:00 bis 18:00 Uhr
Juni bis August auch Fr. 15:00 bis 18:00 Uhr

Winsen (Aller): Museumshof

Winser Museumshof

 

Der Winser Museumshof im Brauckmanns Kerkstieg am Galgenberg stellt eine für die südliche Lüneburger Heide typische bäuerliche Hofanlage dar. Das Freilichtmuseum besteht aus insgesamt sechs historischen Gebäuden: Bauernhaus, Mehrzweckscheune, Treppenspeicher, Backhaus, Heuscheune und Schweinestall. Dazu kamen fünf weitere Fachwerkgebäude wie "Dat groode Hus", das Kutschenhaus, der Kalandhof und zwei weitere Treppenspeicher.

 

Die Zeitspanne der Entstehung dieser Häuser reicht von der Mitte des 17. bis ins 20. Jahrhundert. Die in den komplett ausgestatteten Räumen gezeigten Einrichtungsgegenstände und Arbeitsgeräte stammen überwiegend aus dem 19. Jahrhundert. Die Anlage wird durch einen Ziehbrunnen, einen Bienenstand und einen kleinen Kräutergarten vervollständigt.

 

Initiator, Bauherr und Träger des Museumshofes ist der Winser Heimatverein e.V., dessen Mitglieder die in den Jahren des Museumsaufbaus (1982 - 2007) erforderlichen umfangreichen Baumaßnahmen größtenteils in Eigenarbeit bewältigt haben und seitdem den Museumsbetrieb erfolgreich organisieren. Der 1979 bei der Gründung erst 10 Mitglieder zählende Verein hat inzwischen eine Mitgliederzahl von etwa 800 erreicht.

 

Den Mittelpunkt des Freilichtmuseums bildet ein Niederdeutsches Bauernhaus, ein Zweiständerbau, der im Jahr 1653 von Dietrich Olvers in Winsen erbaut wurde. 1980 konnte das Haus an seinem ursprünglichen Standort an der Kahlenweide abgetragen und 1982 als erstes Gebäude der Museumshofanlage wiedererrichtet werden. Die umfangreiche und vielfältige Innenausstattung vermittelt einen guten Einblick in die Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse der bäuerlichen Bevölkerung der Südheide.

 

Die dem Bauernhaus benachbarte Mehrzweckscheune, ein Dreiständerbau aus dem Jahr 1727, wurde 1982 abgetragen und 1983 auf dem Museumshof neu errichtet.

 

Auch der Treppenspeicher, der aus Feuerschutzgründen immer in größerem Abstand vom Bauernhaus angelegt wurde, entstammt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Speicher diente in erster Linie der sicheren Aufbewahrung von Getreide, Lebensmitteln und wertvollem Hausrat. 1981 wurde das Gebäude, das innerhalb des 1936 entstandenen Truppenübungsplatzes Bergen lag, abgetragen und 1983 wieder aufgebaut. Im rechten der beiden Erdgeschossräume ist eine umfangreiche Sammlung von Imkergeräten zu sehen. Links befinden sich Materialien zum Thema Wäsche und Leinen.

 

Das Backhaus ist eine freie Rekonstruktion nach altem Vorbild. Derartige Gebäude waren früher auf vielen Höfen vorhanden. Zweimal im Jahr wird der Backofen zum "Winser Backtag" in Betrieb genommen.

 

Die Heuscheune, ein Dreiständerbau aus der Zeit um 1840, hatte ihren ursprünglichen Standort auf dem "Lüßmannshof" in Hornbostel. Bei dem 1984 abgetragenen Gebäude ist bemerkenswert, dass die verwendeten Hölzer bereits vorher für ein wesentlich älteres Haus verwendet wurden. 1987 war der Aufbau abgeschlossen. Eine Vielzahl von Arbeitsgeräten und -maschinen ist heute hier zu besichtigen.

 

Auch der um 1860 erbaute Schweinestall, der bis 1985 auf dem "Krischanshof" in Südwinsen stand, wurde 1987 wiedererrichtet. In einem Nebenraum befindet sich eine kleine Werkstatt, wo Haus- und Arbeitsgerät instand gesetzt werden konnte. Angrenzend an die Museumshofanlage hat der Winser Heimatverein vier weitere historische Gebäude neu aufgebaut: Ein Kutschenhaus aus Winsen, ein Bauernhaus aus Buchholz (Aller), einen weiteren Treppenspeicher aus Bollersen (Bergen) sowie den Winser "Kalandhof" mit Nebengebäuden, der von der Straße "In den Dämmen" auf das Gelände versetzt wurde.

 

Das Kutschenhaus, erbaut in den Jahren um 1860, befand sich als Restgebäude auf dem "Hingstmann´schen Hof" in Winsen. 1984 wurde es dort abgetragen und 1985 wieder errichtet. Der ehemalige Pferdestall im Erdgeschoss wurde als Mehrzweckraum ausgebaut, das Dachgeschoss ist als Spinn- und Webwerkstatt eingerichtet.

 

Das Bauernhaus aus Buchholz (Aller) wurde 1795 errichtet, nachdem das Vorgängergebäude im selben Jahr einem Brand zum Opfer gefallen war. Jürgen Hinrich Benecke und seine Ehefrau Catarina Maria Frerking bewirtschafteten zu dieser Zeit den Hof. Ab- und Aufbau dieses großen Zweiständerhallenhauses wurde vom Heimatverein zwischen 1989 und 1991 bewerkstelligt. Seit seiner Inbetriebnahme ist das Gebäude unter dem Namen "Dat groode Hus" als kultureller Mittelpunkt der Gemeinde Winsen (Aller) im Landkreis Celle und weit darüber hinaus bekannt geworden. Ein umfangreiches Kulturprogramm mit Ausstellungen, Konzerten, Vorträgen usw. bietet den Besuchern vielfältige Erlebnisse.

 

Der Treppenspeicher zeigt in seinem rechten Teil eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Flößerei in Winsen.

 

Der Kalandhof wurde 1781 von Hans Christian Lohmann und seiner Frau Catarina Maria Kohnen nach einem Feuer erbaut, das das Vorgängergebäude vernichtet hatte. Vom 15. Jahrhundert bis zur Reformationszeit waren die Pächter des Hofes der katholischen "Kalandbruderschaft" abgabepflichtig, nach der der Hof benannt wurde. Im Erdgeschoss des Zweiständerhauses befindet sich ein gemütliches Café, im Obergeschoss stehen Seminar- und Archivräume zur Verfügung. Im nachgebauten Schweinestall und im Treppenspeicher befinden sich Lagerräume und ein behindertengerechtes WC. Hinter der Gartenterrasse für den Sommerbetrieb des Cafés liegt der "Applhoff" mit seinen Apfelbaumsorten der Region.

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