Wilsede: Totengrund
Der Totengrund:
Das mystische Tal mitten im Naturschutzgebiet. Spukt es hier? Nein, was sich so mystisch anhört, ist in Wirklichkeit eine der schönsten Heideflächen überhaupt. Wenn hier im August die Heide blüht, hat man von den Talrändern einen wunderbaren Blick auf das Blütenmeer.
Doch der Totengrund ist nicht nur zur Heideblüte ein Traum. Auch im Frühjahr, wenn die Natur erwacht, ist der Totengrund ein lohnendes Ziel. Liebhaber schätzen den Totengrund besonders im Winter oder bei Nebel, da sich dann das mystische Bild einstellt.
Bereits 1906 rettete der Heidepastor Wilhelm Bode den Totengrund vor geplanten Baumaßnahmen und besiegelte so die Entstehung des ersten Naturschutzgebietes in Deutschland. Im Jahre 1921 wurde dann die Heidefläche unter Naturschutz gestellt. Heute zählt der Totengrund zu den schönsten Heideflächen in der gesamten Lüneburger Heide.
Warum heißt der Totengrund eigentlich Totengrund?
Hier scheiden sich die Geister, wobei "Geister" bereits das Stichwort für die erste Theorie ist ...
Die Leichenzug-Theorie
Getreu den alten Sitten wurden früher die Toten in einem Leichenzug durch das Tal des Totengrundes "kutschiert". Die eigentlichen Straßen sollten für diesen Transport nicht genutzt werden und so musste ein größerer Umweg über den Totengrund genommen werden. Die Geister von damals sollen sich noch heute im Totengrund aufhalten.
Die Toteisblock-Theorie
Der eigenartige Kessel des Totengrundes mit uralten Wacholderhainen gehört zur flachwelligen Moränenlandschaft. Durch stetiges Abtauen eines riesigen, mit Sand überlagerten Toteisblockes, der noch lange nach dem Rückgang der Gletschermassen existierte, scheint dieses sogenannte Trockental entstanden zu sein. Aus dem Abschmelzen des Toteisblockes blieb dann der Totengrund übrig.
Die Meteoriten-Theorie
Der Totengrund ist durch einen heftigen Meteoritenaufprall entstanden, der alles Leben in diesem Gebiet auf einen (Ein)schlag auslöschte. Zurück blieb nur der "Totengrund".
Die Toter-Grund-Theorie
Da im Totengrund, wie im übrigen Heidegebiet übrigens auch, nur wenige Nährstoffe im Boden enthalten waren und auch keine Quelle und kein Bach vorhanden war, konnte im Bereich des Totengrundes weder Vieh- noch Feldwirtschaft betrieben werden. Der Totengrund wurde früher von den Heidebauern auch "Toter Grund" genannt. Die einzigen Pflanzen waren Wachholder und Heide. Davon konnten die Menschen aber nicht (über)leben.
So erreichen Sie den Totengrund:
Von Wilsede aus sind es zum Totengrund ca. 2 km. Der Totengrund ist ein Talkessel und kann nicht betreten werden. Wanderwege führen aber an seinem oberen Rand entlang und gewähren eine besondere Aussicht in das Tal. Sie können einmal rund um den Totengrund wandern.
Den Totengrund erreicht man auch mit der Pferdekutsche von Oberhaverbeck, Niederhaverbeck, Undeloh, Döhle oder Sudermühlen oder zu Fuß sowie mit dem Rad.
Für Ihre Kutschfahrt zum Totengrund empfehlen wir Ihnen die Qualitätskutscher Lüneburger Heide. Alle Qualitätskutscher haben an umfangreichen Schulungen teilgenommen und können Ihnen auch beantworten, welche der Theorien zum Totengrund am wahrscheinlichsten ist. Sie erkennen die Kutscher an der beigen Weste mit Namensschild und dem Logo "Lüneburger Heide" sowie dem Logo "Lüneburger Heide" direkt auf der Kutsche.
Wanderwege am Totengrund:
Der Totengrund bietet ideale Möglichkeiten die Natur zu genießen. Schließlich sind im gesamten Naturschutzgebiet keine Autos erlaubt. Erwandern Sie die Region und entdecken Sie die typischen Heidschnuckenherden und Bienenzäune am Wegesrand. Besonders während der Heideblüte im Spätsommer offenbaren sich Ihnen hier die typischen Heideflächen mit Wachholdersträuchern und reetgedeckten Schafställen am Horizont.
Unser Tipp: Wanderweg Lila Krönung
Erleben Sie die Heidelandschaft in ihrem ganzen Zauber. Der Wanderweg "Lila Krönung" durchquert das größte zusammenhängende Heidegebiet im Naturpark von Ost nach West und verbindet mit Amelinghausen und Schneverdingen die beiden Orte, in denen jedes Jahr eine Heidekönigin gekürt wird. Am Weg liegen der Totengrund mit seinen zahlreichen Wacholderbüschen, das typische Heidedorf Wilsede und die Niederung der Haverbeeke. Eine Krönung Ihrer Wanderung ist der Wilseder Berg, die mit 169 Metern höchste Erhebung in der nordwestdeutschen Tiefebene.
Weitere Infos zum Wanderweg "Lila Krönung" mit Tourenbeschreibung finden Sie hier!
Das dürfte Sie interessieren
Qualitätskutscher Lüneburger Heide
Ein besonderes Erlebnis in der Lüneburger Heide sind die Kutschfahrten. Wohl in keiner anderen Region gibt es ein so großes Angebot an Kutschtouren. Genießen Sie den Naturpark Lüneburger Heide oder
Naturpark Lüneburger Heide
Der Naturpark Lüneburger Heide liegt im Norden der Urlaubsregion Lüneburger Heide, ca. 40 km südlich von Hamburg.Auf einer Fläche von 1130 Quadratkilometer erstreckt sich der Naturpark, in seinem Zentrum findet
Ausflugsziele in der Nordheide Insidertipps für Ihren Heideurlaub
Gehen Sie auf Entdeckertour und lassen Sie sich von unseren Attraktionen begeistern!Die Nordheide zwischen Hamburg und Soltau ist Heimat des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide. Ideal über die A7 zu erreichen, finden
Machandelweg von Niederhaverbeck nach Wilsede
Kinder aufgepasst: Neuer Familien-Erlebnispfad im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide eingeweiht...
Milchhalle Wilsede
Wer nach einer Wanderung oder Kutschfahrt durch das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide im Heidedorf Wilsede eine Rast einlegen möchte, kann das in der „Milchhalle“ in Wilsede tun: dort erwartet Sie unser
Museumsladen Wilsede
Direkt neben der Milchhalle in Wilsede lädt unser je nach Jahreszeit und Anlass ansprechend dekorierter Museumsladen Sie ein, Ihren Daheimgebliebenen ein Urlaubspräsent mitzubringen oder sich selbst zu beschenken: neben umfangreicher
Pastor-Bode-Weg Salzhausen-Wilsede
Von Salzhausen orientiert sich der Pastor-Bode-Weg entlang der Bahnstrecke Winsen (Luhe) nach Egestorf. Wie beim Genossenschaftlichen Krankenhaus hat sich Pastor Bode auch für den Bau dieser Bahnstrecke maßgeblich engagiert. In
Rundwanderweg: Egestorf-Undeloh-Wilsede-Egestorf
Streckenführung: Egestorf - Undeloh - Wilsede - EgestorfGesamtlänge: 16 kmCharakteristik: Erlebnisreiche Tageswanderung mit Besuch des Heide-Freilichtmuseums "Dat ole Huus" und einem Einblick in die Geschichte der Heidelandschaft im Heide-ErlebnisZentrum Undeloh
Undeloh: Heide-ErlebnisZentrum
Winter-Tipp: Spaziergang in Undeloh mit Besuch des kostenlosen Heide-ErlebnisZentrums (täglich geöffnet) und Buchweizen-Schmandschnitte probieren!Ab sofort können Sie im Heide-ErlebnisZentrum einmal ein Hügelgrab von innen erkunden. Öffnen Sie die Geheimtüren der
Wilsede: Heidemuseum "Dat ole Huus"
Der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) hat das 1907 von Lehrer Bernhard Dageförde in Wilsede erbaute Heidemuseum sowie das Ausstellungsgebäude im Schafstall auf dem „Emhoff“ nach umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten neu

